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1986-20

  • gm6238
  • 20. Juni 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Trikot von Ludwig "Wiggerl"" Kögl.

Getragen am 18. März 1986 beim Europapokal-Viertelfinal Hinspiel

RSC Anderlecht – FC Bayern München 2:0

Kögl wurde in der 75. Minuten für Holger Willmer eingewechselt.

Bereits bei der Einwechselung ist die Verschmutzung auf der Rückennummer zu erkennen.

Das Trikot stammt vom ehemaligen Zeugwart Anderlechts.


Gleiches Trikot trugen die Bayern auch

18.09.1985 EP Landesmeister 1. Runde Gornik Zabrze - FC Bayern 1:2


Spielbericht:


RSC Anderlecht – FC Bayern München 2:0 (2:0)

Europapokal-Viertelfinale, 18. März 1986, Brüssel – Stadion "Constant Vanden Stock", 42.000 Zuschauer (ausverkauft)


Der FC Bayern verpasst in Brüssel das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister. Vor 42.000 frenetischen Zuschauern im restlos ausverkauften Constant-Vanden-Stock-Stadion kontrollierten die Münchner zunächst das Spiel und schienen das Geschehen gegen den belgischen Meister lange Zeit sicher im Griff zu haben.


Fast vierzig Minuten lang neutralisierten die Bayern das Spiel mit vielen Quer- und Rückpässen, ließen Anderlecht kaum zur Entfaltung kommen und setzten selbst auf Konter. Ein 1:0 hätte zum Weiterkommen gereicht, doch es kam anders.


In der 40. Minute schlug das Unheil plötzlich zu: Eine Flanke von links durch Vercauteren wird von Lozano per Kopf abgelegt, Scifo nimmt den Ball direkt und trifft flach ins lange Eck – 1:0 für Anderlecht. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte dann der nächste Rückschlag. Nach einem Lattentreffer von Vandenbergh verwandelte Friman Hansen den Abpraller wuchtig unter die Latte zum 2:0 (45.). Damit war Anderlecht zur Pause bereits im Vorteil.


Die Bayern steckten jedoch nicht auf. Nach dem Seitenwechsel drängten sie mit aller Macht auf den Anschlusstreffer. Chancen waren da: Hoeneß verpasste eine Wohlfarth-Flanke nur um Millimeter (52.), dann köpfte Pflügler aufs Tor, doch Friman Hansen klärte auf der Linie (53.). Immer wieder scheiterten die Münchner in aussichtsreicher Position – mal durch ein Zögern (Rummenigge), mal durch die Reaktionsschnelligkeit des Anderlechter Keepers Vekeman, der Jean-Marie Pfaff ersetzte.


Selbst als Hoeneß frei zum Schuss kam und aus 14 Metern abzog, war wieder ein Belgier zur Stelle: Andersen klärte den Ball in letzter Sekunde. Bayern warf alles nach vorne, agierte aber zunehmend hektisch und unglücklich. Letztlich fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.


Fazit:

Nach dem 2:1 im Hinspiel in München reicht Anderlecht das 2:0 im Rückspiel, um ins Halbfinale einzuziehen. Für die Bayern endet der Europapokalabend enttäuschend – mit dem Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Ein Jahr später sollte sich die Geschichte für den FCB jedoch ganz anders schreiben.


Tore:

1:0 Scifo (40.), 2:0 Friman Hansen (45.)


FC Bayern: Pfaff – Nachtweih, Eder, Augenthaler, Pflügler – Matthäus, Lerby, Rummenigge (59. Hartmann) – Willmer (75. Kögl), Wohlfarth, Hoeneß


RSC Anderlecht: Vekeman – Demol, Peruzovic (59. De Groote), Olsen, Friman Hansen, Scifo, Vandereycken, Andersen, Vercauteren, Vandenbergh, Lozano


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